Das Urteil

     

...die Beatles, Hazy Osterwald oder Eric Burdon in Gestalt eines einzigen Mannes: wortgewaltig, humorig und fesselnd gelang es Arno Hermer spielerisch und mit virtuoser Musikalität die Zuschauer in eine andere Zeit in eine andere Situation zu entführen. Ein absolut gelungener Abend...

(Westerwälder Zeitung über »Herr Her geht baden«)

Bis auf weiteres spiele ich (leider) das KARL-VALENTIN-PROGAMM nicht mehr.

Hier eine Kritik von LAUTER, LUTHER:

Bei der Kabarett-Soiree „Lauter, Luther! Ein Anschlag zum 500sten!“ mit Arno Hermer im Palais Rastede blieb dem Publikum das Lachen oft im Halse stecken

„Ich hab das Gefühl, je näher man sich den Luther anschaut, je fremder wird er einem“, meinst selbst der Gelehrte Sepp Doiketer. Restlos "überfordert" mit diesem Thema legt Arno Hermer (...) die Beleuchtung der Person Luthers sowie die Hintergründe und Auswirkungen seiner Reformation in die kompetenten Hände der katholischen bzw. calvinistischen Religionswissenschaftler Urs Löhli und Sepp Doiketer. Rechts ein Janker, links ein Jackett, so verkörpert Arno Hermer die beiden fiktiven Protagonisten derart lebensecht, dass man seine Person dahinter vergisst. Der Schleier der historischen Verklärung wird gründlich zerrissen. Auf Bayerisch bzw. Schweizerisch entbrennt eine heiße Diskussion zwischen den Antagonisten, in der Fakten und Mythen über den Reformator und seine Zeit mit leichter Hand aufgezeigt und satirisch kommentiert werden. 

Arno Hermer spielt im Auftrag des Theaters der Stadt Brühl aus dem Repertoire des Allrounders Karl Valentin.

Brühl - In ausgefusselter Wollstrumpfhose steht Arno Hermer in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums. Auf seiner Nase ein silbernes Brillengestell. Streng mustert er über dessen Grenzen hinweg sein Publikum. Die Aula ist beinahe voll. Der bayerische Künstler verlässt die Bühne, um den Menschen vorne und am Rand die Hände zu schütteln, auf manche Glatze lässt er sogar einen Kussregen niederprasseln. Irgendwann hat er genug der Zärtlichkeiten. Jetzt will er die Zuschauer ein wenig vorführen, wie es auch Karl Valentin, sein Idol, gerne tat. Hermer liest, singt, spielt und wird mehr und mehr zu dem großen Humoristen - das Publikum hilft mit. Im Wechsel zwischen Selbstironie und Beleidigung des Auditoriums fühlt sich Hermer sichtlich wohl. „Damits ihr net so bled heimgehts, wies herkommen seids“ belehrt der Schlaksige seine Gegenüber, so oft er kann. Die Brühler ließen es sich gefallen. Sie imitierten auf Handzeichen des Künstlers mal eine Schar Spatzen, dann ein verstimmtes Klavier. Sie brüllten wie ein ganzer Raubtierkäfig, und trotz konstanter Schelte vom Kabarettisten wurden sie der Tierlaute nicht überdrüssig.

Wesentlich zum Gelingen des Programms „Du bleibst da! Und zwar sofort!“ trug auch Hermers Körperhaltung bei: Wackelig eierte er umher, als seien seine dürren Storchenbeine bloß angeklebte Stelzen. Enthusiastisch erzählte er die Anekdoten des berühmten Komikers wie zum Beispiel die von der Walli, die den rauchenden Vesuv mit dem Vatikan verwechselt und zu einfältig ist, die Abfahrtszeit des Zuges nach Italien zu ermitteln. Auch der ununterbrochene Streit älterer Ehepaare, von dem Hermer erzählt, scheint zu faszinieren. Die Zuschauer kringeln sich vor Lachen, eine betagte Dame klatscht nicht allein in die Hände, sondern stampft zusätzlich auch noch mit den Füßen. Vermutlich hat sie ähnliche Erfahrungen gemacht.

– Quelle: https://www.ksta.de/14063874 ©2018

Arno Hermer spielt im Auftrag des Theaters der Stadt Brühl aus dem Repertoire des Allrounders Karl Valentin.

Brühl - In ausgefusselter Wollstrumpfhose steht Arno Hermer in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums. Auf seiner Nase ein silbernes Brillengestell. Streng mustert er über dessen Grenzen hinweg sein Publikum. Die Aula ist beinahe voll. Der bayerische Künstler verlässt die Bühne, um den Menschen vorne und am Rand die Hände zu schütteln, auf manche Glatze lässt er sogar einen Kussregen niederprasseln. Irgendwann hat er genug der Zärtlichkeiten. Jetzt will er die Zuschauer ein wenig vorführen, wie es auch Karl Valentin, sein Idol, gerne tat. Hermer liest, singt, spielt und wird mehr und mehr zu dem großen Humoristen - das Publikum hilft mit. Im Wechsel zwischen Selbstironie und Beleidigung des Auditoriums fühlt sich Hermer sichtlich wohl. „Damits ihr net so bled heimgehts, wies herkommen seids“ belehrt der Schlaksige seine Gegenüber, so oft er kann. Die Brühler ließen es sich gefallen. Sie imitierten auf Handzeichen des Künstlers mal eine Schar Spatzen, dann ein verstimmtes Klavier. Sie brüllten wie ein ganzer Raubtierkäfig, und trotz konstanter Schelte vom Kabarettisten wurden sie der Tierlaute nicht überdrüssig.

Wesentlich zum Gelingen des Programms „Du bleibst da! Und zwar sofort!“ trug auch Hermers Körperhaltung bei: Wackelig eierte er umher, als seien seine dürren Storchenbeine bloß angeklebte Stelzen. Enthusiastisch erzählte er die Anekdoten des berühmten Komikers wie zum Beispiel die von der Walli, die den rauchenden Vesuv mit dem Vatikan verwechselt und zu einfältig ist, die Abfahrtszeit des Zuges nach Italien zu ermitteln. Auch der ununterbrochene Streit älterer Ehepaare, von dem Hermer erzählt, scheint zu faszinieren. Die Zuschauer kringeln sich vor Lachen, eine betagte Dame klatscht nicht allein in die Hände, sondern stampft zusätzlich auch noch mit den Füßen. Vermutlich hat sie ähnliche Erfahrungen gemacht. (lf)

 

– Quelle: https://www.ksta.de/14063874 ©2018
Mit scharfzüngigem Witz zieht vor allem Doiketer bitterböse Schlussfolgerungen mit hohem Wahrheitsgehalt, z. B. als er den Antijudaismus Luthers als eine Art Ebola-Virus bezeichnet, der nur im ursprünglichen Wirt, trotz einiger Gehirnschäden, relativ harmlos ist. Aber sowie der auf einen neuen Wirt überspringt, also z. B. auf preußische Protestanten im 19. und 20. Jahrhundert, oder heute auf alt gewordene Jungpioniere oder orientierungslose Ossi-Halbstarke, sterben Menschen – leider nicht die mit dem Hirnschaden, sondern die anderen.“
Unvergleichlich entzündete Arno Hermer auf historischen Fakten ein Feuerwerk intelligenter Satire, bei dem einem oft das Lachen im Hals stecken blieb.
Von Ursula von Malleck, 13. November 2017

WIESBADEN - Wie ein Affe lernt, ein Mensch zu sein: Der Wiesbadener Autor und Schauspieler Arno Hermer zeigte seine Bühnenfassung von Franz Kafkas Text „Ein Bericht für eine Akademie“ vor ausverkauftem Saal, die Geschichte des Affen Rotpeter. .. Der einzige Ausweg aus der drohenden Gefangenschaft im Zoo ist für ihn der Prozess der Menschwerdung.
(...) Rotpeter erzählt (...) davon, wie er seine Anpassung erreicht hat.

Arno Hermer spielt mit einer Ausdrucksstärke und einem Humor, die es dem Publikum leicht machen, diesem vielschichtigen Prozess zu folgen.(...) regt mit seinem humorvollen Schauspiel zum Nachdenken an.

Hingehen wärmstens empfohlen.

(Sophie Buzludag 30.10.2014 Wiesbadener Tagblatt)